


Ein Hubtor (Vertikalhubtor) besteht aus einem einteiligen, steifen Torblatt, das als Ganzes senkrecht nach oben gefahren wird. Voraussetzung ist eine Sturzhöhe von mindestens Torhöhe. Dafür bietet das Hubtor Eigenschaften, die mehrteilige Tore nicht erreichen: einen rundum dichten Abschluss, hohe Windlast- und Schalldämmwerte, große Torblattstärken für Wärme- und Brandschutz und Formate bis in den zweistelligen Meterbereich.
Hubtore werden über Seil- oder Kettenzüge mit Gegengewichten oder Federpaketen ausgeglichen und mit Wellen- oder Kettenantrieben angetrieben. Fangvorrichtungen nach DIN EN 12604 sichern das Torblatt gegen Absturz. Steuerungen mit Frequenzumrichter, Ampel und Gebäudeleittechnik-Anbindung sind Standard.
Beim Sektionaltor wird das Torblatt in Paneele geteilt und unter die Decke umgelenkt, beim Hubtor bleibt es einteilig und fährt senkrecht nach oben. Das Hubtor braucht deshalb einen Sturz in Torhöhe, bietet aber einen dichteren Abschluss, größere Formate und bessere Werte bei Wind-, Schall- und Brandschutz.
Hubtore werden projektbezogen statisch ausgelegt; Breiten von 20 m und Höhen über 10 m sind für Werften, Hangars und Prüfhallen realisierbar. Begrenzend sind Gewicht, Gebäudestatik und der Sturzbereich. Hild-Moser plant Torblatt, Führung und Gewichtsausgleich individuell.
Ja. Brandschutz-Hubtore erreichen Feuerwiderstandsklassen bis EI120 und schließen im Brandfall über eine bauaufsichtlich zugelassene Feststellanlage selbsttätig. Sie kommen zum Einsatz, wenn sehr große Öffnungen zwischen Brandabschnitten liegen, etwa in Produktionshallen oder Logistikzentren.