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Hild + Moser
Glossar

Ratgeber

Torbau-Glossar – Fachbegriffe rund um Industrietore

Von Absturzsicherung bis Widerstandsklasse: Die wichtigsten Begriffe aus Torbau, Antriebstechnik, Brandschutz und Einbruchschutz – kurz erklärt von den Fachleuten von Hild-Moser.

Absturzsicherung
Sicherheitseinrichtung an senkrecht öffnenden Toren (Sektional-, Roll-, Hubtore), die bei Feder- oder Seilbruch das Torblatt auffängt. Nach DIN EN 12604 vorgeschrieben; wird bei der jährlichen Prüfung nach ASR A1.7 kontrolliert.
ASR A1.7
Technische Regel für Arbeitsstätten „Türen und Tore“. Legt Anforderungen an sichere Gestaltung und Betrieb fest und fordert die mindestens jährliche Prüfung kraftbetätigter Tore durch eine befähigte Person. Grundlage für Wartungsverträge mit Hild-Moser Service.
Brandschutztor
Torabschluss, der Feuer und Rauch für eine definierte Zeit (EI30–EI120) zurückhält. Wird nach DIN EN 16034 hergestellt und meist mit einer Feststellanlage betrieben. Bauarten: Schiebe-, Sektional-, Roll- und Hubtor.
CE-Kennzeichnung (DIN EN 13241)
Pflichtkennzeichnung für Tore als Bauprodukt. Der Hersteller erklärt in der Leistungserklärung Eigenschaften wie Windlast, Wasserdichtheit, Wärmedurchgang und Sicherheit nach DIN EN 13241.
DIN 14092
Normenreihe „Feuerwehrhäuser“. Teil 1 definiert u. a. Stellplatzmaße und Anforderungen an Tore von Fahrzeughallen: lichte Breite ≥ 3,50 m, Höhe ≥ 4,00 m (Standard), kraftbetätigt mit Notbetätigung. Grundlage für Feuerwehrtore.
Falttor
Tor aus mehreren Flügeln, die sich beim Öffnen seitlich zusammenfalten. Benötigt keinen Sturz und keine Deckenschienen; klassische Lösung für Feuerwachen und Hallen mit Kranbahn. Falttore von Hild-Moser.
Feststellanlage
Bauaufsichtlich zugelassene Einrichtung (DIBt), die ein Brandschutztor im Betrieb offen hält und bei Rauchdetektion automatisch schließt. Monatliche Betreiberkontrolle und jährliche Fachkraftwartung sind Pflicht.
Feuerwiderstandsklasse (EI30, EI90)
Klassifizierung nach DIN EN 13501-2: E = Raumabschluss, I = Wärmedämmung, Zahl = Minuten. Ersetzt die deutschen Klassen T30/T90 nach DIN 4102.
Frequenzumrichter (FU)
Elektronische Antriebssteuerung, die den Motor mit Sanft-Anlauf und Sanft-Stopp fährt und höhere Öffnungsgeschwindigkeiten erlaubt. Schont Mechanik und verkürzt Öffnungszeiten – Standard bei Feuerwehr- und Schnelllauftoren.
Gewebehubtor
Leichtes Großtor aus Rahmen, Windrohren und Gewebebehang, der beim Öffnen gefaltet nach oben gezogen wird. Für Hangars, Landwirtschaft und Industrie bis 30 m Breite. Mehr.
Hangartor
Großtor für Flugzeughallen als mehrflügeliges Schiebe-, Falt- oder Gewebehubtor mit Spannweiten von 20 bis über 80 m, oft mit Leitwerkstor. Hangartore von Hild-Moser.
Hubtor
Tor mit einteiligem Torblatt, das als Ganzes senkrecht angehoben wird. Braucht Sturz in Torhöhe, bietet aber dichten Abschluss, große Formate und hohe Schall-/Brandschutzwerte. Mehr.
Kraftbetätigtes Tor
Tor mit elektrischem, hydraulischem oder pneumatischem Antrieb. Gilt als Maschine nach Maschinenrichtlinie; unterliegt DIN EN 12453 (Nutzungssicherheit) und der jährlichen Prüfpflicht.
Lichtgitter
Berührungslose Sicherheitseinrichtung aus mehreren Infrarotstrahlen in der Toröffnung, die das Tor bei Hindernissen stoppt oder reversiert. Ersetzt die mechanische Schließkantensicherung bei Schnelllauf- und Feuerwehrtoren.
Niedrigsturzbeschlag
Beschlagvariante für Sektionaltore, bei der die Umlenkung der Laufschienen mit nur ca. 150–250 mm Sturzhöhe auskommt. Für Bestandsgebäude mit geringer Höhe über der Öffnung.
Notentriegelung
Vorrichtung, mit der ein kraftbetätigtes Tor bei Stromausfall vom Antrieb getrennt und von Hand geöffnet werden kann. Für Feuerwehrtore nach DIN 14092 zwingend; oft mit Federunterstützung oder USV kombiniert.
RC – Widerstandsklasse (Resistance Class)
Einstufung der Einbruchhemmung nach DIN EN 1627 von RC1 bis RC6. RC2 = 3 Minuten Widerstand gegen einfaches Werkzeug, RC3 = 5 Minuten gegen zusätzlich Kuhfuß. RC2/RC3-Tore.
Rollgitter
Rolltor mit offenem Gitterbehang. Sperrt ab, lässt aber Luft und Sicht durch – Standard in Tiefgaragen, Parkhäusern und Polizeigaragen. Mehr.
Rolltor
Tor aus gelenkigen Lamellen, die sich auf eine Welle über der Öffnung wickeln. Kleinster Platzbedarf aller Industrietore; als isolierte, Brandschutz- und RC-Ausführung verfügbar. Mehr.
Schließkantensicherung
Druckempfindliche Gummileiste an der Unterkante des Torblatts, die bei Kontakt das Tor stoppt und reversiert. Anforderungen nach DIN EN 12453; alternativ oder ergänzend Lichtgitter.
Schlupftür
In das Torblatt integrierte Personentür, damit die Halle betreten werden kann, ohne das Tor zu öffnen. Schwellenlos, mit Panikbeschlag als Fluchttür und in RC-geprüften Toren möglich.
Schnelllauftor
Tor mit flexiblem Gewebebehang und Öffnungsgeschwindigkeiten bis 3 m/s für hohe Zyklenzahlen in Logistik, Produktion und Kühlbereichen; oft selbstreparierend. Mehr.
Sektionaltor
Tor aus waagerechten Paneelen (Sektionen), die senkrecht nach oben und unter die Decke laufen. Meistverbauter Industrietortyp – platzsparend, gedämmt, verglasbar, mit Schlupftür. Mehr.
UVV-Prüfung
Umgangssprachlich für die vorgeschriebene Sachkundigenprüfung kraftbetätigter Tore nach Unfallverhütungsvorschriften (DGUV), BetrSichV und ASR A1.7 – mindestens jährlich, mit Prüfbuch und Prüfplakette.
Windlastklasse
Klassifizierung der Windwiderstandsfähigkeit von Toren nach DIN EN 12424 (Klasse 0–5). Für Außentore, Hangartore und Schnelllauftore in exponierten Lagen ist mindestens Klasse 2–3 üblich.
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