


Ein Schnelllauftor besitzt einen flexiblen Behang aus PVC-Gewebe, der mit hoher Geschwindigkeit nach oben gerollt oder gefaltet wird. Öffnungszeiten von wenigen Sekunden verkürzen die Zeit, in der Tore offen stehen – das reduziert Wärmeverluste, Zugluft, Staub- und Lärmeintrag und beschleunigt innerbetriebliche Transporte. Schnelllauftore werden deshalb überall dort eingesetzt, wo Tore mehrere hundert Mal am Tag öffnen: in Logistikzentren, Produktion, Lebensmittelbetrieben, Kühlhäusern und Reinräumen.
Frequenzumrichter-Steuerungen mit Lichtgitter in der Toröffnung, Radar, Induktionsschleife oder Zugschalter sorgen für berührungslosen Betrieb. In Kombination mit einem Sektional- oder Rolltor als Nachttor entsteht die Lösung „Schnelllauftor + Verschlusstor“ für Außenwände.
Als Faustregel lohnt sich ein Schnelllauftor ab etwa 50 bis 100 Öffnungen pro Tag oder wenn Temperaturzonen (Kühlhaus, Klimabereich) getrennt werden müssen. Die kurze Offenzeit spart Heiz- und Kühlenergie und vermeidet Wartezeiten von Staplern. Bei wenigen Zyklen pro Tag ist ein Sektional- oder Rolltor wirtschaftlicher.
Wird der Behang durch ein Fahrzeug aus der seitlichen Führung gedrückt, fädelt er sich beim nächsten Öffnungsvorgang selbsttätig wieder ein – ohne Monteur und ohne Stillstand. Das senkt Reparaturkosten in stark befahrenen Logistikbereichen erheblich.
Ja, mit windverstärktem Behang (Windrohre oder Windlastklasse 3–4) sind Schnelllauftore auch in Außenwänden einsetzbar. Für Wärmedämmung und Einbruchschutz kombiniert man sie mit einem Sektionaltor als Nachtverschluss oder wählt ein Schnelllauf-Sektionaltor mit Isolierpaneelen.